Die dicken Männer und die Regenbögen

Einst gab es eine Zeit, in der die Regenbögen voll und satt aus der Erde sprießten und die Stellen an denen sie sprießten, mit Truhen voller Gold versahen waren.

Dies war über Jahrhunderte so und jeder arme Wanderer wusste, wenn er dem Regenbogen folgt, wird er heute keinen Hunger leiden müssen, denn an jedem Ende eines Regenbogen wartete ein Truhe voller leckerer Speisen, Getränke und neuer Kleidung Der Regenbogen sah einen bedürftigen und hat ihn wie durch Zauberhand zur vollen Truhe geleitet. Und jeder der an der Goldtruhe ankam, hat nur so viel genommen, wie er auch benötigte. Denn einjeder wusste, dass nach ihm ein weiterer kommen wird, der ebenfalls Hunger und Durst leidet und dankbar für jeden Taler sein wird, der sich noch in der Truhe befindet. Doch irgendwann kamen mächtige, dicke und böse Männer dahinter, dass man Gold umsonst bekommt, wenn man nur bedürftig genug aussieht und dem Regenbogen folgt. Und so kleideten die dicken Männer sich in billige Lumpen, auf der Suche nach dem nächsten Regenbogenn und der Hoffnung, ganz schnell noch viel reicher zu werden, ohne dafür etwas tun zu müssen. Und eines Tages war es dann tatsächlich soweit. Einer der dicken Männer kleidete sich mit den alten Lumpen ein und fand den Regenbogen. Getäuscht durch die Lumpen am Körper des Mannes, wollte der Regenbogen ihm schnell helfen und zeigte ihm den Weg zum Anfang des Regenbogens. Und da war sie! Alle Erzählungen stimmten, vor ihm lag eine großen Truhe voller Gold. Natürlich lud der Mann soviel Gold ein wie er nur tragen konnte und hinterlies nicht einen einzigen Taler. Der dicke Mann konnte sein Glück kaum fassen. Er war es zwar gewohnt, den Armen alles weg zu nehmen, aber in der Regel war es nicht so einfach wie hier. Das die Menschen, die es wirklich benötigen nun nichts mehr bekommen, dass kümmerte ihn natürlich nicht. Es war schließlich kostenlos und für jedermann zugänglich!

Dies passierte einige Male, bis die Regenbögen dahinterkamen und feststellten, dass sie gar nicht mehr den armen und bedürftigen helfen, sondern die reichen sie ganz mies ausgetrickst haben und sich an ihrem Gold bedienen. Dies entzürrnte die Regenbögen so sehr, das sie im Wald nachfragten ob jemand den Mut hätte, die Truhen zu bewachen und dafür Sorge trägt, dass das Gold an die kommt, die es wirkllich benötigen.

Die Kobolde meldeten sich sofort, schließlich waren sie die mutigsten und tapfersten Geschöpfe des Waldes und immer bereit, für das Gute einzustehen und das Böse zu bekämpfen. Also hatten sämtliche Regenbögen von nun an ihre ganz persönliche Leibgarde die dafür sorgte, dass das Gold gerecht verteilt wird. Bereits am nächsten Tag stand ein großer, dicker Mann am Regenbogen und wollte das Gold einsammeln. Aber da kam auch schon der Kobold hervor und fragte ihn: „Moment mal, wie kann ein Mann, mit einem so dicken Bauch, abhängig vom Gold des Regenbogens sein?“ Der dicke Mann tobte und fluchte, dass er so eine Beleidigung ja noch nie gehört hätte und es eine boswillige Unterstellug sei, aufgrund seines Körpergewichts davon auszugehen, dass er nicht ohne die Hilfe des Regensbogens überleben könne. Er sei ein ganz ein armer Wanderer, der kaum wüsste, wie er den nächsten Tag an Essen komme!“ Der kobold aber, ist nicht nur bekannt für seinen Mut, sondern ebenso für seine Klugheit, ging direkt auf den dicken Mann zu und bat ihn, doch bitte die ersten Knöpfe seines Hemdes zu öffnen. Widerwillig knöpfte dieser nun die ersten Knöpfe seines Hemdes auf und eine große goldene Kette stach hervor! „AHA, wusste ichs doch!“ Du willst noch mehr, obwohl du bereits so viel hast!“ Sieh zu, das du Land gewinnst und lass dich nie wieder in der Nähe eines Regensbogens blicken, sonst kriegst du es mit dem gesamten Wald zu tun! Den dicken Mann packte die Angst und er flüchtete schlagartig, denn ihm war klar, mit dem Wald legte man sich besser nicht an! Und so kam es nur noch ganz selten vor, dass die dicken Männer versuchten an das Gold des Regenbogens zu kommen. Denn wirklich keiner schaffte es jemals die kleinen tapferen Waldbewohner zu übelisten. Es war völig egal, wie trickreich die dicken Männer es versuchten, an den Kobolden kamen sie nicht vorbei. Denn die Kobolde hatten nicht nur einen guten Instinkt, nein, sie hatten eine simple und zugleich sehr effektive Methode, wie sie ziemlich genau fherausfanden, ob die Person vor ihnen Hilfe benötigt oder nicht. Sie haben mit den Menschen gesprochen und sich ihre Sorgen und Nöte angehört. Und mit so etwas einfachem, haben die Kobolde sehr viel über ihr gegenüber erfahren und konnten so herausfinden, ob der Mensch das Gold des Regensbogens wirklich benötigte oder nicht. Und so ist es auch noch heute, die Regenbögen leben zusammen mit den Kobolden immer da, wo etwas Regen fällt und es einen geeigneten Platz zum rasten gibt. Wenn ein Wanderer vorbeikommt und nach dem Gold des Regenbogens fragt, dann kommt ein Kobold heraus, unterhält sich mit dem Wanderer und gewährt ihm anschließend den zutritt zur Truhe, oder aber auch nicht. Dicke Männer sind schon lange nicht mehr im Wald gewesen, doch die Arbeit der Regenbögen geht nie aus. Es gibt einfach zu viele Wanderer, die auf die Hilfe der Kobolde und Regenbögen angewiesen sind.